Zweite Amtszeit und Lebensabend

1958:             In Folge der durch den Algerienkrieg (1954-1962) ausgelösten Regierungskrise wird de Gaulle an die Macht zurückgerufen und am 1. Juni zum Ministerpräsident mit Sondervollmachten ernannt. Die von ihm maßgeblich mitgestaltete Verfassung zur Fünften Französischen Republik wird am 28. September mit großer Mehrheit angenommen. Am 21. Dezember wird de Gaulle mit 78% der Stimmen zum französischen Staatspräsidenten gewählt. Er behält dieses Amt bis 1969.

1962:             Der Algerienkrieg endet am 18. März mit dem Abkommen von Evian, die ehemalige Kolonie wird kurz darauf in die Unabhängigkeit entlassen.
Auf seinem Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland Anfang September wird de Gaulle mit vielen Sympathiebekundungen der Bevölkerung empfangen. In Ludwigsburg hält er am 9. September seine Rede an die deutsche Jugend.

1963:             Aus der freundschaftlichen Beziehung mit dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer geht am 22. Januar der deutsch-französische Freundschaftsvertrag (Elysée-Vertrag) hervor.

1969:             Ein Referendum am 27. April, bei dem unter anderem über eine Senatsreform entschieden werden sollte, scheitert. De Gaulle tritt daraufhin noch in der folgenden Nacht zurück.

1970:             Charles de Gaulle stirbt am 9. November im Alter von 79 Jahren in Colombay-les-Deux-Eglises.

Staatsmann Charles de Gaulle
Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F010324-0002 / Steiner, Egon / CC-BY-SA


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