Zweiter Weltkrieg und Präsidentschaft

1939:             Mit dem deutschen Überfall auf Polen bricht am 1. September der Zweite Weltkrieg aus, Frankreich erklärt Deutschland zwei Tage später den Krieg. Mit Kriegsausbruch wird de Gaulle Kommandant einer Panzerdivision.

1940:             Weiterer Aufstieg zum Brigadegeneral. Nachdem absehbar ist, dass die neue französische Staatsspitze um Marschall Philippe Pétain den Waffenstillstand mit den Nationalsozialisten sucht, flieht de Gaulle – Gegner der Politik Pétains - am 17. Juni ins Exil nach London.
In einem Appell über den britischen Rundfunksender BBC am 18. Juni ruft de Gaulle alle Franzosen zum Widerstand gegen die deutschen Besatzer auf.

1940-1944:   Mitbegründer des Comité Français de Libération Nationale (Nationales Befreiungskomitee, 1943) und Chef der Forces français libres (Freie Französische Streitkräfte, FFL, 1940). Die Vichy-Regierung unter Marschall Pétain verurteilt de Gaulle im August 1940 wegen Hochverrats zum Tode.

1945:             De Gaulle kämpft weiter gegen die Nationalsozialisten und befreit schließlich seine besetzte Heimat. Der inzwischen zum General beförderte Franzose wird zum Nationalhelden und im November 1945 zum Vorsitzenden der Provisorischen Regierung Frankreichs gewählt.

1946:             Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten am 20. Januar, da de Gaulle die geplante Verfassung der Vierten Französischen Republik ablehnt.

1947-1953:   Um seine Vorstellungen einer neuen Verfassung, die unter anderem eine stärkere Stellung des Staatspräsidenten vorsah, durchzusetzen, gründet de Gaulle im April 1947 die politische Bewegung Rassemblement du Peuple Français (Sammlungsbewegung des französischen Volkes, RPF). Er scheitert und zieht sich 1953 auf seinen Privatwohnsitz nach Colombey-les-Deux-Eglises zurück.

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Charles de Gaulle vor dem Arc de Triomphe
Foto: Lunakh (Own work) / CC-BY-SA-3.0


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