Die weitere Entwicklung der deutsch-französischen Freundschaft

Charles de Gaulle und Konrad Adenauer. Bundesarchiv, B 145 Bild-F011021-0002 / Steiner, Egon / CC-BY-SA
Bundesarchiv, B 145 Bild-F011021-0002 / Steiner, Egon / CC-BY-SA

Der Vertrag trat am 2. Juli 1963 in Kraft. Allerdings hatte der Deutsche Bundestag, der den Staatsvertrag ratifizieren musste, im Mai 1963 darauf bestanden, dem Abkommen eine Präambel voranzustellen. Darin wurde die Verpflichtung zu engen politischen, wirtschaftlichen und verteidigungspolitischen Beziehungen mit den USA, Großbritannien sowie der NATO bekräftigt. Das sorgte gleich für die ersten Verstimmungen mit Frankreich. Die französische Regierung hatte mit dem Abkommen die Position der USA und Großbritannien in Europa schwächen wollen.

Doch trotz dieser außenpolitischen Unstimmigkeiten ging die Aussöhnung zwischen den Bevölkerungen mit der Gründung des Deutsch-Französische Jugendwerks am 5. Juli 1963 und mit dem Entstehen zahlreicher Städtepartnerschaften sowie Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen schnell voran.

Nach der erfolgreichen und auf gegenseitige Sympathie beruhenden Zusammenarbeit zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer waren die Beziehungen zwischen de Gaulle und Adenauers Nachfolgern Ludwig Erhard, später Kurt Georg Kiesinger, und zwischen Willy Brandt und Staatspräsident Georges Pompidou weniger freundschaftlich, aber auf politischer Ebene immer noch eng. 



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