Bedeutung des Élysée-Vertrags

Foto: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle in Paris 1964. Bundesarchiv, B 145 Bild-F019270-0012 / Gerhard Heisler / CC-BY-SA
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Der Élysée-Vertrag gilt heute als das Fundament der engen deutsch-französischen Freundschaft. Eine bemerkenswerte Entwicklung, lag doch ein Jahrhundert voller Feindschaft und schrecklicher Kriege hinter Deutschland und Frankreich. Als "Erbfeindschaft" wurde die Beziehung beider Länder zueinander bezeichnet.

Die "verlorenen Provinzen", wie das Elsass und die Mosel-Region, der Erste Weltkrieg und der Versailler Vertrag, der Zweite Weltkrieg und die Besatzungszeit standen zwischen den beiden Ländern.

Und doch gelang nach dem Zweiten Weltkrieg die Aussöhnung, für die der Élysée-Vertrag ein Meilenstein bedeutet.

Im Bezug auf die Einigung Europas gilt der Élysée-Vertrag heute auch als "Getriebe" im häufig zitierten "deutsch-französischen Motor".

Der Élysée-Vertrag hat die Entwicklung einer Freundschaft zwischen Franzosen und Deutschen ermöglicht und bleibt die politische, rechtliche und symbolische Grundlage für eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen unseren Staaten.

Es gibt keine zwei Staaten in der Welt, die im öffentlichen und sozialen Leben enger miteinander verbunden sind: sei es in den Konsultationen zwischen dem deutschen Bundeskanzler und dem französischen Präsidenten, auf parlamentarischer Ebene, in 2.200 Städtepartnerschaften, in mehr als 180 akademischen Austauschprogrammen, in Kooperationen von Forschungseinrichtungen, in den Begegnungen von bislang acht Millionen jungen Menschen im Austausch über das Deutsch-Französische Jugendwerk oder in bilingualen Kindergärten.

LpB - Charles de Gaulle: Entwicklung der deutsch-französischen Beziehung - Vom Feind zum Freund

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